Bloody Beginner auf Reisen

Euphorisch und enthusiastisch habe ich mein veganes Projekt begonnen, überzeugt, für mich und die Welt das Richtige zu tun. In mein Reisegepäck kamen deshalb neben Bikini und Badetuch auch Moringapulver, Zeolith und Bittersterntropfen – sozusagen als ernährungstechnisches Notfallprogramm. Den Rest … Weiterlesen

Ein Sommer mit Folgen

Solange ich denken kann, liebe ich gutes Essen. Die Beschäftigung mit Lebensmitteln, gesunder Ernährung und allem, was damit zusammenhängt ist von jeher selbstverständlicher Bestandteil meines Lebens gewesen. Und dennoch bekam diesen Sommer alles plötzlich eine ganz andere Qualität. [Bearbeiten] Alles … Weiterlesen

Früher einmal….

….hätte ich am liebsten nach jeder Reise gleich wieder die Koffer gepackt und wäre freudig losgezogen – hinaus in die weite Welt. Heute brauche ich nach ein paar Tagen Ferne erst einmal eine ordentliche Portion Ruhe, um mich von all den Strapazen zu erholen.

Vor allem von der Schlepperei. Mein Koffer, den ich in stundenlanger Kleinarbeit, akribischen Überlegungen zu optimalem Packvolumen, ursprünglich asketisch definierten Tages-Outfits, letztendlich mit in Eventualitäten abschweifenden Bonus-Teilen erweiternd, wieder einmal allzu opulent gefüllt habe, steht mahnend vor mir.
Ich notiere: „Das nächste Mal unbedingt nur das Nötigste einpacken! Und das ist schon zu viel!!“

Gefühlte Hundertausendmal habe ich die letzten drei Tage all das sinnlos Gefaltete, mühsam Geschlichtete, das ich immer wieder hoch und runterwuchten musste, verflucht. In endloser Bewunderung (und einem Anflug von Neid, ich gebe es zu) habe ich zuvor andere Reisende betrachtet, die mit leichter Hand ihre überschaubare Tasche locker flockig als Handgepäck mit in den Flieger nahmen, sogleich flott dem Ausgang zustrebten, während ich genervt am Gepäckband warten musste.

Warum nur dehnen sich während meiner Packphase drei Reisetage zu mindestens zwei Wochen aus? Mühelos könnte ich mit dem Inhalt meines Koffers, jeden Aufenthalt um wenigstens das Dreifache verlängern, könnte mich täglich viermal umziehen und hätte immer noch etwas Unbenutztes übrig.

Vermutlich bin ich als Kind von meinen Eltern mit lediglich einem Puppen-Rucksäcklein bewaffnet auf Weltreise geschickt worden, sodass ich fortan mit einem aus dem Mangel geborenen Pack-Zwang durchs Leben wandern muss.

Nun pappe ich meine Pack-Ermahnung prominent auf meine Pinnwand, werfe die Handvoll gebrauchte Wäsche in den Korb und inspiziere stapelweise unbenutzte Teile, die ich dennoch teilweise waschen, zumindest aber bügeln muss, um sie wieder meinem Fundus hinzufügen zu wollen.

Ganz schön unnötig…..

Ganz schön gehüpft…

…ist es, mein Herz, als ich auf meinen allerersten Beitrag, den ich mir buchstäblich abgerungen habe und voller Selbstzweifel quasi gegen meinen Willen 😉 gepostet habe, sogleich ein Sternchen vergeben wurde! Das gab und gibt mir Auftrieb, ist mir Ansporn und deshalb möchte ich mich bei Anke hiermit auf das Allerherzlichste bedanken!
Mein schreibendes Selbstbewusstsein hat sich daraufhin spontan getraut, aus dem dunklen Keller hoch zu steigen und hält nun die Nase frech in die frische Luft.  Als angenehmen Nebeneffekt habe ich dadurch auch noch Bekanntschaft mit Ankes Blog gemacht, den ich absolut amüsant und lesenswert finde. Interessierte mögen bitte auf meiner Blogroll oder am besten einfach hier auf ankemueller klicken… Prädikat: Sehr empfehlenswert!!